In die Natur mit Marloes van Pareren

Wald, Heide, Wiesen und Seen – die vielfältigen Naturschutzgebiete der nordholländischen Region ,Het Gooi‘ liegen für die Fotografin Marloes van Pareren fast direkt vor der Haustür. Sie lebt in der Kleinstadt Huizen, aber ist bei Wind und Wetter überall in der Natur unterwegs, um die schönsten Bilder mit ihrer Kamera einzufangen.

Alles hat mit dem Reisen begonnen. ,,Im Urlaub habe ich zum ersten Mal ein paar Bilder mit meiner Kamera geknipst und schnell gemerkt, wie es mir fernab vom Alltagsstress super viel Freude bereitet, die beeindruckende Natur um mich herum zu fotografieren und gezielt nach neuen, spannenden Motiven Ausschau zu halten.“ Diese Erfahrung wirkte nach und so besorgte sich Marloes eine bessere Kamera und meldete sich voller Motivation für einen Fotografiekurs an.

,,Meine Teilnahme an dem Kurs hat ganz viel dazu beigetragen, dass ich meinen Weg zu meinem eigenen künstlerischen Stil gefunden habe.“, erklärt sie uns. ,,Vier Jahre lang habe ich mich dort ausgetobt und ganz verschiedene Kurse belegt: Das ging von der Porträt- bis zur Produktfotografie. Am Ende bin ich aber in der Natur- und Landschaftsfotografie hängen geblieben, denn das ist, was mir am meisten Spaß macht.“ Marloes betrachtet die übrigens nicht nur durch die Kameralinse, sondern vor allem aus Vogelperspektive, denn neben ihrer Tätigkeit als Fotografin arbeitet sie als Pilotin in der Luftfahrt.

Bis ans Ende der Welt

,,Es gibt Fotos, die zeigen für sich stehend alles, was wichtig ist. Manchmal ist es aber auch gut, Bildern noch etwas hinzufügen, um eine weiterführende Geschichte zu erzählen. Deswegen begann ich vor einigen Jahren Artikel für mountainreporters.com zu schreiben. Das ist toll, vor allem weil ich natürlich meine Fotos in die Artikel einbetten kann, sich so Text und Bilder perfekt ergänzen und ich meine Erfahrungen und Gedanken teilen darf. Trotzdem: Meine Leidenschaft gilt der Fotografie, nicht dem Text. Es sind vor allem die Bilder, die ich festhalten möchte.“

Dass gute Fotografie auch ein Handwerk ist, musste Marloes erst lernen. In diesem Prozess hat sie immer wieder Höhen und Tiefen erlebt: Ein perfektes Motiv durch eine fehlerhafte Kameraeinstellung nicht gut einzufangen, kann frustrierend sein. ,,Aber wenig geht über die Glücksgefühle in dem Moment, in dem es einem gelingt, ein richtig tolles Foto zu machen.“, sagt Marloes. Eine teure Spiegelreflexkamera macht noch niemanden zu einer fähigen Fotografin. Da gehört mehr dazu.

,,Während meiner Ausbildung habe ich schnell gemerkt, dass Fotografie viel komplexer ist als nur das Drücken eines Knopfes. Da geht es eben auch viel um den künstlerischen Zugang zur spezifischen Situation, also um Emotionen, Kreativität und Empathie. Nur so kann man Fotos machen, die etwas erzählen und Gefühle übermitteln.“

Robuste Häuser auf den Lofoten

Fotografie lässt sich nicht immer planen, besonders nicht die unter freiem Himmel in der Natur. Es geht immer auch um Schnappschüsse. Trotzdem geht Marloes natürlich mit Ideen und Vorstellungen ans Fotografieren. Und die Arbeit ist auch mit dem Fotografieren nicht vorbei, auch die Nachbearbeitung spielt eine große Rolle. ,,Wenn ich ein Bild aufnehme, bearbeite ich es immer so, dass es noch mehr zu dem Bild wird, das ich machen wollte. Ich verschmelze also, auch durch digitale Hilfsmittel, das, was da ist, mit dem, was meine Idee war. Ich denke, das gehört für mich zum künstlerischen Zugang dazu. Ich bilde die Welt nicht nur so ab, wie sie ist, sondern zeige auch, wie ich zu dieser Welt stehe, wie meine Perspektive ist.“

Topf voll Gold

Am Ende des Regenbogens findet man einen Topf voll Gold – so lautet ein bekannter Mythos. Manche Menschen glauben sogar: Am Ende Regenbogens liegt das Glück. Sicher ist, dass Regenbögen eine geradezu magische Atmosphäre erzeugen. Marloes Lieblingsbild heißt ,Topf voll Gold‘ und zeigt seinen Betrachtern einen kraftvollen Regenbogen über einer kargen Berglandschaft, auf der nur ein trister Holzverschlag steht. Für uns ist es dieser Gegensatz von Kargheit zu fast mystischer Schönheit, der das Motiv so interessant und ausdrucksstark macht. Ob Marloes wohl beim Fotografieren dieser Szene einen Topf voll Gold gefunden hat? Wahrscheinlich nicht. Aber ein bisschen Glück schon, denn sie sagt: ,,Dieses Bild schaue ich immer noch gerne an, weil es ganz viel in mir auslöst. Ich glaube es wird lange eines meiner liebsten Fotos bleiben.“

Stylist Fela über die Bilder von Marloes van Pareren: "Bring Ruhe in deine Einrichtung mit de atmosphärischer Naturfotografie von Marloes van Pareren."
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