Welche Farbe für Wandbilder? Tipps und Informationen

Farben und Emotionen sind im menschlichen Gehirn auf unterschiedliche Arten miteinander verknüpft. Wenn wir eine Farbe betrachten, löst das Gefühle und Stimmungen in uns aus, die positiv, neutral oder aber auch negativ sein können. In der sogenannten Farbenlehre werden diese Emotionen systematisiert: Jeder Farbe werden verschiedene Eigenschaften bzw. Wirkungsweisen zugesprochen. Einige dieser Annahmen beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Forschungen, während es sich bei anderen eher um traditionelle Zuschreibungen handelt. Forschungen und Studien haben nämlich in der Vergangenheit sehr häufig zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt.

Tatsächlich ist es so, dass Verknüpfungen zwischen Farben und Gefühlen sehr individuell sind. Während der eine sich in einer rosafarbenen Umgebung sehr schnell entspannen kann, wird der anderen nervös und zappelig. Auch Wandbilder, die in verschiedenen Farben gestaltet wurden, können diesen Effekt mit sich bringen. Damit Du bei der Wahl der richtigen Farbe für Wandbilder von vornherein auf der sicheren Seite bist, stellen wir Dir nachfolgend ein paar hilfreiche Informationen und Tipps vor.

Farben und Emotionen – Welche Assoziationen gibt es?

Welche Farbe für Wandbilder? – Wer sich diese Frage stellt, muss ein wenig tiefer in die Welt der Farbassoziationen eintauchen. Dies geschieht bereits in vielen Bereichen des täglichen Lebens: Neue Kleidungsstücke aus der Modeindustrie, große Werbekampagnen im Fernsehen – sie alle machen sich die verschiedenen Wirkungen von Farben zunutze, um positive Emotionen und damit Kaufentscheidungen zu fördern. In der nachfolgenden Auflistung kannst Du erkennen, welche Assoziationen und Zuschreibungen in der Regel mit einzelnen Farben verknüpft sind:

Grün: Grün gilt allgemeinhin als die Farbe der Hoffnung und symbolisiert gleichzeitig auch die Natur. Der Farbe wird häufig eine beruhigende Wirkung nachgesagt, da sie entschleunigt und eher als sanft beschrieben wird.

Gelb: Aus symbolischer Perspektive steht Gelb für Optimismus und gute Laune. Nicht nur im Sommer, sondern auch in den grauen Wintermonaten kann sie trübe Gedanken vertreiben und uns ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

Rot: Die Farbe Rot trägt viele gegensätzliche Symboliken in sich und steht beispielsweise für Leidenschaft und Energie, sowie aber auch für Aggression und Liebe. Verschiedene Farbabstufungen sorgen dabei für eine etwas abgemilderte Wirkung, denn gerade dunklere Rottöne haben oft etwas Sinnliches und Verführerisches an sich.

Blau: Blau weckt Assoziationen an das Meer und die Freiheit. Gleichzeitig gilt sie als eine der beliebtesten Farben überhaupt, weil sie eher entspannend und kühl als aufreizend wirkt.

Info: Selbstverständlich sind nicht nur die Farben eines Wandbildes von großer Bedeutung, wenn es um Harmonie und Wohlempfinden geht. Auch die Motive spielen hierbei eine Rolle: Ein Beispiel sind abstrakte Malereien, die auf manche Menschen inspirierend, auf andere hingegen beunruhigend wirken. Für die Wahl des richtigen Wandbildes solltest Du deshalb Motiv und Farbe gleichermaßen stark bewerten.

Farben und Wandbilder: Worauf solltest Du achten?

Die meisten der obig vorgestellten Emotionen und Assoziationen in Bezug auf Farben sind verallgemeinernd und beruhen auf kulturellen Richtlinien. Theoretisch ist es möglich, dass Du in Deinem Innern ganz andere Vorstellungen und Emotionen mit den einzelnen Farben verbindest: So bekommst Du vielleicht bei der Farbe Gelb keine gute Laune, weil Du automatisch an den Sonnenbrand denken musst, den Du Dir im letzten Urlaub zugezogen hast. Und auf der anderen Seite fühlst Du Dich vielleicht gerade in einer knallroten Umgebung besonders wohl, weil Du als Kind eine rote Babydecke gehabt hast. Wenn Du Dich also für ein neues Wandbild entscheiden möchtest, solltest Du Dich nicht allzu sehr von Vorgaben leiten lassen, sondern auf Deinen persönlichen Geschmack vertrauen. Trotzdem kann es nicht schaden einen Blick darauf zu werfen, welche Stimmungen farbige Wandbilder erzeugen können.

So vermitteln blaue Wandbilder zum Beispiel einen Eindruck von Tiefe und Entspannung. In uns werden Assoziationen an den Himmel und das Meer geweckt, wir sehnen uns automatisch nach Weite und Freiheit. Auf der anderen Seite können blaue Bilder aber auch kühl und distanziert wirken. Das Farbspiel des gesamten Bildes sollte deshalb harmonisch abgestimmt sein. Werden blaue Töne mit warmen Farben wie etwa einem dunklen Rot oder Braun kombiniert, entstehen sehr weiche Farbwelten, die Harmonie ausstrahlen.

blaue Wandbilder

Gelbe Wandbilder sind dagegen prädestiniert um gute Laune zu verbreiten. Bilder von Sonnenblumen entführen uns an einen warmen Sommertag und den Duft von frischen Blumen können wir beinahe schon riechen. Gelbe Bilder sollten allerdings nach Möglichkeit mit warmen Farben kombiniert werden, um nicht zu kühl oder zu distanziert zu wirken. Grau oder Blau sind als Kombinationspartner in Wohnräumen, in denen man sich entspannen soll, eher weniger gut geeignet.

gelbe Wandbilder

Rote Wandbilder können entweder ein sehr sinnliches Erleben einleiten oder aber auch Unbehagen schüren. Während Rot zum Beispiel in China als Farbe des Glücks gilt, hat sie hierzulande eine unverkennbare Signalwirkung. Eine Kombination mit warmen Erdfarben wie Braun nimmt dem knalligen Rot etwas von seiner Dynamik.

rote Wandbilder

Grüne Wandbilder beschäftigen sich häufig mit Motiven aus der Natur. Sanfte Baumriesen, die sich im Wind wiegen, eine Wiese mit Blumen und Insekten, Palmenblätter, die Symmetrie und Eleganz gleichzeitig ausdrücken – grüne Wandbilder sprechen unterschiedliche Facetten in uns an und haben in der Regel eine entschleunigende Wirkung. Auf der anderen Seite gibt es auch kalte Grüntöne, die vor allem in Kombination mit Gelb und Blau das genaue Gegenteil bewirken und einen dynamisierenden Effekt mit sich bringen.

grüne Wandbilder

Farben und Raumgrößen – Auch Wandbilder können einen Einfluss haben

Ob und wie sehr man sich in einem Raum wohlfühlt, hängt oft damit zusammen, in welcher Farbe der jeweilige Raum gestrichen und eingerichtet ist. Das ist insbesondere bei kleinen Räumen wichtig. Diese wirken oft sehr drückend und beengend, wenn bei der Farbauswahl aufs falsche Pferd gesetzt wurde. Kleine Räume profitieren davon, wenn Wände und Einrichtung in einer ähnlichen Farbfamilie zuhause sind. Klare und eher kühle Farben wie etwa Blau geben dem Zimmer mehr Weite und Tiefe. Ein blaues Wandbild mit einem Wolkenmotiv oder ein Wandbild mit einer verschneiten Landschaft eignen sich gut für die Dekoration von kleinen Räumen.

Wenn Du hingegen über besonders große und weite Räume verfügst und in diesen gern etwas mehr Gemütlichkeit aufkommen lassen möchtest, solltest Du auf Bilder in warmen Farben setzen. Ein Sonnenuntergang über dem Meer oder ein herbstlicher Wald, der in aufregenden Gelb- und Goldtönen leuchtet, können für Behaglichkeit sorgen und Deinen großen Räumen ein wenig von ihrer Anonymität nehmen.


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